Nach dem II. Weltkrieg wuchs mit den zugezogenen Heimatvertriebenen die katholische Gemeinde in Burgfarrnbach sprunghaft an. Der kleine Betsaal war dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Bei den Gottesdiensten mussten viele vor der Tür stehen und im Freien mitfeiern.
Als Kaplan wirkte zu dieser Zeit, wie schon vor dem Kriege, Adalbert Hollfelder in Burgfarrnbach. Ein sportlich, drahtiger Mann, stets in schwarz gekleidet, ein Flitzer auf seiner Zündapp, aber oft kam er auch mit seinem Fahrrad. Er brachte es fertig, im Winter das Eis des Farrnbachs aufzuschlagen, zu baden und dann die Nacht im Zelt zu verbringen.
Am 1. Oktober 1951 übernahm der Karmelitenorden aus Bamberg die westlichen Teile der Pfarrei „Unsere Liebe Frau“ und baute die Pfarrei „Christkönig“ mit Filialen in Burgfarrnbach und Veitsbronn auf.
Die Ordensleute, an der Spitze der Kurat und spätere Pfarrer Pater Gundekar Hatzold, leisteten in den folgenden Jahren echte Pionierarbeit. Was St. Marien heute an Einrichtungen besitzt, wäre ohne den Karmelitenorden und seinen tatkräftigen Patres in diesem Ausmaß sicherlich nicht möglich geworden. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang Pater Remigius Hümmer: Er wurde am 16. Dezember 1951 offiziell als Kaplan in Burgfarrnbaach eingeführt und ist später Pfarrer von Christkönig und Dekan des Erzbischöflichen Dekanats Fürth geworden.