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1929-1945

Der Betsaal entsteht

1928/29 errichteten die Burgfarrnbacher Katholiken im Kronenwirtsgarten in einem Gartensaal, der nebenher auch „turnerischen Übungen“ gedient hatte, eine Notkirche. Sie nannten diese schlicht Betsaal und war Filialkirche von ULF. Als Gestalter gilt Josef Fröhlich, der als geschickter Handwerker mit Gleichgesinnten, u.a. dem Schreinerlehrling Fritz Wein, unentgeltlich Altäre und Bänke meisterhaft zimmerte. Ein Betstuhl aus dieser Produktion hat bis heute als Oldtimer in St. Marien die Zeiten überdauert. Als treibende Kraft in dieser Gründerzeit sind besonders die Eheleute Johann und Anna Wein hervorzuheben, die 1915 mit ihrer großen Familie aus Deuerling/Opf. nach Burgfarrnbach gekommen waren. Der erste katholische Gottesdienst seit der Reformation in Burgfarrnbach wurde am 15. September 1929 gefeiert.

Zitat aus der Bayerischen Volkszeitung vom 21.09.1929

Ein lichter Herbstmorgen strahlte über die Frankengauen, als vergangenen Sonntag eine frohe Schar in Burgfarrnbach dem Zug entstieg. Was war es, das sie so freudig stimmte? Wohl eine Festlichkeit, aber eine außergewöhnliche, seltene war es. Sollte doch der neue Betsaal, den die katholische Gemeinde in Burgfarrnbach gemietet, eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Ein katholisches Gotteshaus in Burgfarrnbach. Was Wunder, wenn hl. Begeisterung die Herzen höher schlagen ließ!...

Eine Woche nach diesem denkwürdigen Ereignis erhielt Burgfarrnbach hohen Besuch: Seine Exzellenz, der hochwürdigste Herr Erzbischof von Bamberg, Jakobus von Hauck, der anlässlich des 100jährigen Jubelfestes in „Unserer Lieben Frau“ weilte, machte am Nachmittag einen Abstecher zum neuen Filialkirchlein in Burgfarrnbach. Er ermunterte die junge Gemeinde zur Gründung eines Kirchenbauvereins und sagte: „Es sind gute Kräfte in Burgfarrnbach vorhanden, da ist noch mehr möglich!“

Zunächst wurde ein Kirchenbauverein ins Leben gerufen. Die Wirren des II. Weltkrieges und die Nachkriegssorgen ließen jedoch die Aktivitäten für einige Jahre zum Stillstand kommen. Immerhin war es aber möglich, ein Grundstück in der Bernbacher Straße nahe dem heutigen „Obstgärtla“ zu erwerben, auf dem einmal eine katholische Kirche gebaut werden sollte.

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